Ein Fotoprojekt mit Streichhölzern

Sein oder Nichtsein

Sein oder Nichtsein

Dieses Fotoprojekt entstand während des VHS Kurses „mach sichtbar, was vielleicht ohne Dich nie wahrgenommen worden wäre“ – Fotoprojekte für die persönliche Weiterentwicklung ambitionierter Fotografen von Siegfried Kürschner. Hierbei ging es um die Planung und Umsetzung eines eigenen Fotoprojekts. Wen es interessiert, dem möchte ich gerne ein paar Hintergründe zur technischen Umsetzung des Projektes geben. Wer sich nur die Bilder ansehen möchte, klickt auf den Link zu den Bildern.

Die Hauptarbeit besteht natürlich in der Ideenfindung, sich vorher zu überlegen, was man darstellen will und wie man dies im Bild umsetzt. Im Folgenden zeige ich Euch gerne, wie ich die technische Seite umgesetzt habe.

Das Equipment:
  • Fotoapparat mit 100er Makroobjektiv
  • Stativ auf dem der Fotoapparat befestigt wird
  • Kabelauslöser
  • eine Taschenlampe, die einen sauberen Lichtkegel macht
  • ein Lampenstativ mit Arm, an dem die Taschenlampe befestigt werden kann
  • eine zweite Taschenlampe, um bestimmte Bereiche hervorzuheben und Stimmungen zu erzeugen
  • Fotokleber „easy glue“ für die Befestigung der Streichhölzer
  • Streichhölzer und eine Streichholzschachtel
  • Stabfeuerzeug
  • und viel Geduld
Der Aufbau:

Als Bühne diente mir ein aufgeschnittener Karton, von dem ich nur den Boden, die hintere und die seitlichen Wände übrig ließ. Für den Boden besorgte ich mir aus dem Bastelladen eine weiße Pappe, die ich passgerecht zugeschnitten habe. Den Hintergrund habe ich mit einer schwarzen Pappe rund ausgelegt, diese also nicht geknickt, damit ich keine harten Kanten im Bildhintergrund habe. Die Streichhölzer habe ich mit Fotokleber – ebenfalls aus dem Bastelladen – befestigt. Das ist das Zeug, mit dem sie die Werbung in den Zeitschriften festkleben, welche man dann abziehen kann. Der Kleber ist ideal. Man muß etwas Geduld haben, bis der Kleber angezogen ist und die Streichhölzer von allein stehen bleiben, dafür trocknet der Rest davon aber auch so gut weg, daß man auf dem Bild davon nichts mehr sieht. Die schräge Flamme auf dem Titelfoto habe ich übrigens hinbekommen, in dem ich den ganzen Aufbau inklusive der Kamera schräg gestellt habe. Die Flamme zeigt quasi nach oben.

Die Beleuchtung:

Für das Spotlicht habe ich mir eine kleine Ledlenser P4 besorgt, welche von sich aus schon einen relativ guten Lichtkegel macht. Ich habe ein Stück schwarze Pappe zu einem Zylinder zusammengerollt und -geklebt und auf die Lampe geschoben, womit der Lichtkegel noch etwas besser wurde. Mit einem Lichtstativ und einem Arm, an dem man eigentlich einen Reflektor befestigt, habe ich die Taschenlampe über den Streichhölzern positioniert. Mit einer zweiten Taschenlampe, die ich ebenfalls mit einem Pappzylinder versehen habe, damit das Licht nicht zu sehr streut, habe ich dann Streiflichter gesetzt oder Schatten auf dem Hintergrund erzeugt.

Die Einstellungen:

Da ich mit einem Stativ fotografiert habe, war die Belichtungszeit nicht so wichtig. Verwackeln konnte ich ja nicht. Für eine gute Bildqualität habe ich ISO 100 eingestellt. Die Kamera habe ich auf den manuellen Modus gestellt. Da die Entfernung zum Fotoobjekt unter einem halben Meter lag, muß man mit der Schärfentiefe verdammt aufpassen. Vor allem mit einer Brennweite von 100mm. Selbst bei Blende 8 ist die Schärfenebene verdammt klein. Größtenteils habe ich deshalb mit Blende 25 fotografiert. An die Belichtungszeit habe ich mich dann rangetestet und geschaut, wie das Ergebnis und das Histogram auf dem Display ausfällt. Der Fokus ist bei der Entfernung auch besser manuell einzustellen. Also Autofokus aus, auf Live View umgestellt und mit der Lupen/Zoom-Funktion den Auschnitt vergrößert und dann manuell fokussiert.

Andreas

2 Kommentare
  1. Der Silent
    Der Silent sagte:

    Hallo Andreas,
    wie schon beim ersten Foto auf G+ finde ich auch die komplette Serie einfach Klasse! Eine richtig tolle Idee die ich so noch nicht gesehen habe. Auch deine Homepage gefällt mir gut, so dass ich ganz sicher immer wieder mal rein schaun werde.
    Wünsche dir weiterhin viel Spaß mit deinem Hobby.

    Gruß
    Uwe (DerSilent)

    Antworten
    • Andreas
      Andreas sagte:

      Hallo Uwe,

      ich freue mich sehr über Deinen netten Kommentar. Danke Dir dafür. Werde demnächst mal meine Bilder der Irlandreise bearbeiten, wenn ich Zeit habe und diese hier hochladen.

      Viele Grüße
      Andreas

      Antworten

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